Workshop: Kreative Interventionen für neue Klimakulturen

CO2 reduzieren, Erderwärmung stoppen, Klimawandel aufhalten??

Es gibt ja viele Möglichkeiten, wie Strom sparen, mehr Fahrrad fahren oder weniger Fleisch essen, um verkürzt gesprochen, die Welt vor dem Klimawandel zu retten.Doch jeder der es versucht hat, weiß aller Anfang ist schwer. Den „inneren Angsthasen“ überwinden, um sich mit dem Fahrrad ins Essener Verkehrsgewühl zu wagen? Manche würden einen für lebensmüde halten, wenn man auf der Hindenburgerstr. – nicht auf dem Fahrrad- oder Fußgängerweg fährt, nur um auf alternative Verkehrsmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Und wessen Leibspeise sind Broccoli-Chips oder wer hat schon mal eine vegane Currywurst gegessen? Derartige Projekte, wie ich sie hier mal nennen will, sind vor allem zu Beginn nicht leicht bekömmlich, sie erfordern Mut Neues auszuprobieren und sich Unwissenheiten und Unbequemem zu stellen. Damit das etwas einfacher wird, ist es immer gut Vorbilder zu haben. Freunde die „Mitfürchten“ oder einfach nur Menschen die einen verstehen. Diesen zu begegnen ist nicht „immer“ schicksalsfügung, sondern passiert auch mal zufällig oder bewusst geplant. Damit man diesen nicht nur zufällig begegnen kann, sollte es vielmehr Orte geben, an denen angeregt wird, über denm Klimawandel und Nachhaltige Entwicklung, nachzudenken, zu sprechen und es gemeinsam auszuprobieren.
Dabei eigenen sich vor allem auch Orte, die man kennt und die sich von einem auf den anderen Tag verändern. So wird Nachhaltigkeit auch erlebbar und es würd spürbar, dass man etwas machen kann.
Derartige Veränderungen im öffentlichen Raum fallen unter den Begriff der Interventionen. Diese werden als temporäre Eingriffe in den Alltag der Menschen bezeichnet und können (mögliche) Veränderungen vor Augen führen. Inwieweit künstlerischen Aktionen dies gelingt, war ein Aspekt des Workshops „Kreative Interventionen für neue Klimakulturen“, der vom 4. bis 5. November 2014  in der Essener Galerie Karo stattfand. Veranstaltet wurde er vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) gemeinsam mit dem Zentrum für Logistik und Verkehr, im Rahmen des Projektes „Klima-Initiative Essen (KIE)“, das vom BMBF gefördert wird und bei dem unter anderem auch die Stadt Essen beteiligt ist. Eine weitere Auseinandersetzung ist bereits in Planung.

Über den Workshop:
Der Workshop startete am 4. November mit einer Stadtführung im Kreativ-Quartier City Nord unter der Leitung von Barbara. Am zweiten Workshop-Tag referierten unter anderem Claus Leggewie (Direktor des KWI),  Jens Gurr (Urbane Systeme, Universität Duisburg-Essen), Sabine Fabo (Fachhochschule Aachen), Henning Mohr und Friederike Landau (TU Berlin), Greogor Betz (TU Dortmund) und Davide Brocchi (Heinrich-Heine Universität, DÜ) und sprachen mit den TeilnehmerInnen darüber, wie Kunst eine Stadtidentität prägen kann, welche Arten von künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum möglich sind und wie sich alltägliche Routinen durch sie verändern können, indem sie andere Kreative oder auch Politik, Wissenschaft und schließlich auch die Menschen vor Ort in ihrer eigenen Kreativität animieren und aktivieren. Einen Teilnehmer-Bericht zum Workshop gibt es auch bei Labkultur.

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