Wie wollen wir uns in der Zukunft bewegen?

Mit dem Rad zur Haltestelle, weiter mit dem Bus zum Arbeitsplatz oder zur Uni und nachmittags mit dem geliehenen Elektromobil den Feierabendeinkauf tätigen?!

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Aktuelle Gestaltung des Rüttenscheider Sterns in Essen

Schon heutzutage nutzen viele Menschen den ÖPNV, diverse Car-Sharing-Angebote oder leihen sich ein Rad aus. Die Art und Weise, wie wir uns in den nächsten Jahren innerhalb der Stadt fortbewegen, wird sich zunehmend ändern. Angesichts des Klimawandels und seiner Folgen ist das auch notwendig. Knapp ein Fünftel der Treibhausgase in Deutschland kommen durch den Verkehr zustande. Neue Verkehrsgewohnheiten brauchen aber vor allem auch neue Infrastrukturen in der Stadt. Und andersherum: Neue Gewohnheiten verändert auch das Stadtbild. Denkbar wären beispielsweise innerstädtische  Solarparkhäuser, so dass sich dort während des Einkaufs,  das Elektromobil aufladen lässt.

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Entwurf einer möglichen zukünftigen Gestaltung des Rüttenscheider Sterns in Essen


Für die Stadt Essen ist das eine mögliche Zukunftsvision, an deren Umsetzung allerdings schon jetzt gearbeitet wird. Das Besondere: Die Stadt wird dabei nicht als Ganzes betrachtet, sondern es werden einzelne Stadtquartiere untersucht.  Jedes Viertel zeichnet sich durch eine spezifische Bebauung und Flächennutzung aus, die unterschiedliche Strategien für die zukünftige Verkehrsplanung mit sich ziehen. Das Projekt „Neue Mobilität für die Stadt der Zukunft“ hat für verschiedene Stadtquartiere in Essen solche Strategien und Visionen entwickelt. Befragt wurden hierzu die Bewohner, wie sie sich derzeit fortbewegen und welche Alternativen sie sich vorstellen könnten. Darüber hinaus wurde der derzeit vorhandene Verkehr gemessen. Daraus wurden Modelle berechnet, wie der Verkehr zukünftig zusammengesetzt sein sollte, um z.B. CO2 zu sparen.

Für Essen-Werden bedeutet das beispielsweise: eine separate Fahrbahn für den ÖPNV und für E-Autos. In Rüttenscheid könnte am Rüttenscheider Stern fußgänger- und fahrradfreundlicher Raum geschaffen werden. Darüber hinaus wäre auch eine sogenannte Sharing-Zone denkbar, in der nur Verkehrsmittel fahren dürfen, die gemeinschaftlich genutzt werden oder von einem Dienstleister ausgeliehen werden.

Beteiligt waren an dem Projekt Wissenschaftler sowohl des Instituts für Stadtplanung und Städtebau (ISS) der Uni Duisburg-Essen sowie des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) als auch der TRC Transportation Research and Consulting GmbH. Finanziell gefördert wurde es von der Stiftung Mercator, auf deren Website es auch eine ausführliche Projektbeschreibung inkl. Downloads der Ergebnisse gibt.

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